Seit Ende 2011 gilt für Waschmaschinen das geänderte EU-Etikett, das über den Energieverbrauch des betreffenden Modells Auskunft gibt. Dabei ändert sich für deutsche Verbraucher nicht viel.
An die bunten Balken, die Auskunft über die Energieeffizienz von “Weißer Ware” wie Waschmaschinen, Herden und Kühlschränken geben, hat sich mittlerweile jeder gewöhnt. Die Klassifizierung reichte dabei von A+++ (sehr energiesparend) bis G (hoher Energieverbrauch). Das neue EU-Etikett für Waschmaschinen sieht nun noch eine Klassifizierung von A+++ bis D vor, wobei die aktuell im Handel noch erhältlichen Geräte mit der Klassifizierung E, F, G auch weiterhin verkauft werden dürfen. Zusätzlich enthalten die Etiketten Informationen zum Jahresenergieverbrauch der Waschmaschine sowie weitere Informationen zur Geräuschentwicklung beim Waschen und Schleudern sowie Angaben zum jährlichen Wasserverbrauch.
Auch eine günstige Waschmaschine kann eine hohe Effizienz haben
Eine Waschmaschine der Energieeffizienzklasse A++ oder A+++ muss nicht unbedingt ein Vermögen kosten. Günstige Modelle, die bei verschiedenen Verbrauchertests gut abgeschnitten haben, sind bereits für unter 600 Euro im Handel erhältlich und sparen gegenüber ähnlichen Modellen der Effizienzklasse A jährlich 30-40 Euro an Stromkosten. Auch in punkto Wasserverbrauch kann eine günstige Waschmaschine der Effizienzklasse A++ oder A+++ punkten und spart dem Besitzer weitere Euro durch den geringeren Wasserverbrauch.
Mit “intelligenten Waschmaschinen” sparen
Neue Waschmaschinenmodelle können mit weiteren Features punkten: So berechnen “intelligente” Waschmaschinen automatisch die benötigte Menge an Waschmittel nach dem Gewicht der eingefüllten Wäsche und helfen so, Waschmittel zu sparen. Auch reduzieren sie den Wasser- und Energieverbrauch automatisch, wenn die Waschtrommel nicht vollständig befüllt wurde. Allerdings hat die Intelligenz auch ihren Preis: Eine günstige Waschmaschine mit dieser Ausstattung ist nicht für unter 1000 Euro zu haben.
Tipps zum Energiesparen beim Waschen
Generell ist es immer sinnvoller, die Waschtrommel möglichst ganz zu füllen um beim Waschen optimale Ergebnisse zu erzielen, da halbleere Waschgänge unnötig viel Wasser und Strom verbrauchen. Auch lohnt es sich, das eigene Waschverhalten zu überdenken. So waschen die meisten Menschen ihre Wäsche automatisch im Vollprogramm auf 40°, 60° oder sogar 95°, obwohl Kochwäsche heutzutage außer bei starken Verschmutzungen kaum noch notwendig ist. Generell reichen 60° völlig aus; für die meisten Kleidungsstücke auch 30°-40°.
Viel zu selten werden jedoch hilfreiche Kurzprogramme nicht genutzt, die z.B. bei nicht verschmutzten und nur kurz getragenen Kleidungsstücken, Handtüchern und ähnlichem eingesetzt werden können. Auf das Schleuderprogramm kann oft verzichtet werden, ebenso auf die Vorwäsche. Bei einer starken Verschmutzung ist es sinnvoller, das verschmutzte Kleidungsstück einige Stunden von Hand einzuweichen und mit Fleckenmittel und Bürste vorsichtig zu bearbeiten.
