Seit wenigen Tagen fließt Strom von der Nordsee in die deutschen Haushalte. Von wenigen Tagen wurde Alpha Ventus in Betrieb genommen, der erste deutsche Offshore-Windpark. Es ist die erste deutsche Anlage dieser Art. Sie erzeugt Strom auf offener See, welcher in die Netze auf dem Festland eingespeist wird.
Die Planung zum Bau der Anlange begann bereits vor zehn Jahren. Der Bau der rund 45 Kilometer nördlich von Borkum liegenden Anlage startete im Jahr 2008. die Insgesamt 12 Windräder stehen abgelegen von der Küste in rund 30 Meter tiefem Wasser. Jeder der dreiflügeligen Rotoren hat einen Durchmesser von 126 Metern. Sie kreisen mit einer Geschwindigkeit von 80 Metern pro Sekunde um den Rotor. Jede einzelne der 12 Turbinen erzeugt eine Strommenge, mit der 4.100 Haushalte versorgt werden können.
Alpha Ventus stellt lediglich einen Beginn der Offshore-Stromgewinnung in Deutschland dar. Noch viele weitere Anlagen dieser Art sollen an den Küsten von Nord- und Ostsee errichtet werden. Für viele Unternehmen stellt Alpha Ventus lediglich ein Testprojekt für weitere Anlagen dieser Art dar. Für Energiekonzerne sind Windparks im Wasser gewinnbringendere Energiequellen als an Land, da hier der Wind länger und intensiver weht. Für gesamt Europa sind viele weitere Projekte dieser Art geplant, 25 von ihnen allein an der Nord- und Ostseeküste.
In Deutschland wird der Energiemix künftig eine tragende Rolle spielen. So sollen in Deutschland bis zum Jahr 2030 ungefähr 40 Prozent der benötigten Energie von Windkraftwerken produziert werden. Atomkraftwerke werden dadurch mehr oder weniger überflüssig.
