Dienstag, März 02nd, 2010 | Autor: admin

Der Industriekonzern Evonik, der in Essen ansässig ist, will marktfähige Stromspeicher in Form von Lithium-Ionen-Großbatterien zum Verkauf anbieten. Diese sind insbesondere zum Speichern von Sonnen- und Windenergie gedacht.
Die erste Anlage soll in der Nähe eines Kohlekraftwerks im Saarland aufgebaut werden und wird von der Regierung unterstützt. Diese Versuchsanlage markiert aber nur den Anfang und in den nächsten Jahren sollen weitere Anlagen in Deutschland folgen und Evonik damit ein Milliardengeschäft sichern.
Mit den neuen Stromspeichern könnte eines der größten Hindernisse beim Ausbau der erneuerbaren Energien, nämlich die fehlenden dezentralen Großspeicher, überwunden werden. Derzeit haben die Anlagen eine Kapazität von je 1 Megawatt, das soll sich in den nächsten Jahren jedoch ändern und auf ganze zehn Megawatt ausgebaut werden. So könnten dann mehrere tausend Haushalte mit sauberen Strom versorgt werden. Außerdem werden durch die Stromspeicher für Wind- und Sonnenenergie auch die Schwankungen der Stromeinspeisungen, die davon abhängen wie stark der Wind weht und ob es Tag oder Nacht ist, reguliert und sind für den Endverbraucher kaum noch spürbar.

Lebensdauer und Technik

Wie lang die Lebensdauer der Batterien sein wird ist noch nicht ganz klar, sicher ist aber, dass sie mindestens 10 Jahre betragen wird. Gesetztes Ziel ist eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren, zuerst soll jedoch der Testbetrieb zeigen, wie realistisch eine solche Lebensdauer ist.
Produziert werden sollen die Batterien in in Sachsen von der Firma Li-Tec, an der Evonik gute 50 Prozent der Anteile besitzt. Die Firma hat auf dem Gebiet der Lithium-Batterien bereits Erfahrungen gesammelt und produziert Lithium-Ionen-Batterien für Autos und ab 2012 soll in allen Elektro-Smarts eine Li-Tec-Batterie eingebaut sein. Von dieser Erfahrung kann Evonik nun profitieren und sie für die Großbatterien nutzen.

Kategorie: Allgemein
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