Freitag, Februar 05th, 2010 | Autor: admin

Bundesumweltminister Norbert Röttgen stimmt nicht ganz mit der Regierung überein, wenn es um die Verlängerungen der Laufzeiten geht. Röttgen ist der Meinung, dass eine Verlängerung der Laufzeiten über 2022 hinaus nicht nötig sein wird, weil der Anteil der erneuerbaren Energien dann bereits bei 40% liegen soll.
Der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien Dietmar Schütz ist da noch viel optimistischer und geht davon aus, dass die Energie aus den regenerativen Quellen einen Anteil von knappen 50% haben wird. Derzeit haben die erneuerbaren Energien einen Anteil von 16% am deutschen Energiemix, wenn man sich aber die derzeitige Entwicklung genauer anschaut sind die 50% in zehn Jahren kein all zu hoch gestecktes Ziel. Schütz ist außerdem der Meinung, dass die schwarz-gelbe Regierung am Atomausstieg bis 2022 festhalten sollte, um weiter in die erneuerbaren Energien investieren zu können.

Stärkung erneuerbarer Energien durch Laufzeitverlängerung

Im Gegensatz zu Rötten und Schütz sieht der Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle in der Verlängerung der Laufzeiten eine große Chance für die erneuerbaren Energien. Die Atomenergie würde seiner Meinung nach für die nötigen Ressourcen sorgen, die benötigt werden um die Förderung der erneuerbaren Energien voran zu treiben. Dazu wird die Verlängerung der Laufzeiten an Bedingungen geknüpft und die Konzerne müssen einen Teil ihrer durch die Verlängerung erzielten Gewinne an die Bundesregierung abgeben. Dieses Geld soll dann in die erneuerbaren Energien investiert werden.
Noch steht allerdings nicht fest ob es wirklich so laufen wird und die Bundesregierung wird wahrscheinlich auch nicht vor Juni ihr Energiekonzept fertig stellen.
Länder wie Baden-Württemberg und Bayern, die einen Großteil ihres genutzten Stroms aus der Kernenergie beziehen drängen auf eine Entscheidung, denn sie sind auf den Strom aus der Kernenergie angewiesen. Der bayrische Umweltminister Markus Söder will und kann nicht mehr lange warten und fragt sich warum die Regierung so lange braucht um eine Entscheidung in für die Zukunft der Energiepolitik zu finden.
Bis Juni muss sich Söder wohl noch gedulden, denn vorher wird das Energiekonzept sicher nicht fertig sein.

Kategorie: Allgemein
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