In Baden Württemberg darf seit dem 01.01.2010 nur noch mit Ökoenergie geheizt werden und generell werden Ökoheizungen dort Pflicht. Aber das ist noch nicht alles, neun europäische Staaten, darunter auch Deutschland, wollen ein gemeinsames Hightech-Energienetz schaffen und ihre Ökostromprojekte zusammentun.
Auf dem Grund der Nordsee sollen Hightech-Kabel verlegt werden, die den Strom aus Sonnen-, Wind- und Wellenkraftwerken in die europäischen Länder leiten. Der Grund für dieses Projekt ist, dass so die Schwankungen, die durch die Wetterunbeständigkeit bei Wind- und Sonnenenergie entstehen, ausgeglichen werden sollen, damit an Tagen an denen die Sonne besonders scheint und der Wind extrem weht, die überproduzierte Energie in den Wellenkraftwerken gespeichert werden kann. Noch steckt das Projekt allerdings in der Anfangssphase und es wird wahrscheinlich noch um die zehn Jahre dauern bis es endgültig startet. Die Kosten für dieses Mammutprojekt werden sich wahrscheinlich um die 30 Milliarden Euro belaufen.
Gezeitenkraftwerk Severn Barrage
Ein Teil des Projektes könnte auch das geplante Gezeitenkraftwerk Severn Barrage in Großbritannien werden. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein kostspieliges Projekt zur Förderung von Ökostrom. Der Severn ist der längste Fluss Großbritanniens, in dessen Flussmündung durch den Tidenhub hohe Wellen zustande kommen. An diese Stelle soll eine Staumauer gebaut werden, an der sich das Wasser bei Flut staut. Wenn sich das Wasser bei Ebbe zurück zieht werden die 216 Turbinen durch den Wasserdruck angetrieben und die Bewegungsenergie die dabei entsteht wird von Generatoren in Strom umgewandelt. Abgesehen von den Kosten die dadurch entstehen wird mit dem Bau eines solchen Wasserkraftwerks ein großer Eingriff in die Natur und den Lebensraum der dort ansässigen Pflanze und Tiere vorgenommen. Durch die Staumauer würde für die Fische des Severn eine Barriere entstehen, die sie daran hindert in ihre Laichgebiete zu kommen.
Trotzdem ist das Gezeitenkraftwerk Severn Barrage bereits beschlossene Sache und die Natur zieht zum Wohle des Klimas den Kürzeren.
