Dienstag, Mai 19th, 2009 | Autor: admin

Die Internationale Energie Agentur (IEA) hat vor den weitreichenden Folgen des Energiehungers von elektronischen Geräten gewarnt. Die Politik müsse hier verbindliche Regeln festlegen, heißt es in dem Bericht “Gadgets and Gigawatts”.

Die neue Untersuchung weist zunächst auf die bereits jetzt enorme globale Nutzung von Elektrogeräten für Information, Kommunikation und Unterhaltung hin. Zahlenmäßig würde demnach mit rund 3,5 Milliarden Handyverträgen bereits die Hälfte der Weltbevölkerung ein Mobilfunkgerät nutzen. Zwei Milliarden Fernseher seien darüber hinaus in Gebrauch und auch die PCs würden in diesen Monaten über die Marke von einer Milliarde steigen. Durchschnittlich benutze jeder Haushalt täglich bis zu 30 Elektrogeräte der Unterhaltungsbranche, die rund 15 Prozent des gesamten Energiebedarfs des Hauses darstellten.

Deutliche Zahlen

Jedoch sei dies noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, so die IEA – im Gegenteil, die Nachfrage würde weiter steigen. Bliebe es bei der derzeitigen Entwicklung bezüglich der Energieeffizienz der Geräte, würde dies dramatische Folgen für die Energiesicherheit und die Klimaschutzziele haben.
Bis 2022 würde der durch elektronische Geräte hervorgerufene Energiebedarf sich verdoppeln und bis 2030 auf 1.700 Terawattstunden (TWh) verdreifachen. Das entspräche dem gesamten Stromverbrauch privater Haushalte in den USA und Japan zusammen. Die Folgen würden auf mehreren Ebenen zu spüren sein, heißt es in “Gadgets and Gigawatts”: Die benötigte Mehrproduktion von Strom würde bis 2030 rund 280 Gigawatt betragen, was für die Haushalte insgesamt Kosten von 220 Milliarden US-Dollar zur Folge hätte.

Politik zum Handeln aufgefordert

Diese negativen und schädlichen Entwicklungen seien jedoch durchaus zu verhindern, so die IEA. Dafür bedürfe es allerdings ein beherztes Vorgehen der Politik. Denn nur durch klare und verbindliche Regeln zur Energieeffizienz könnten wirklich alle zum Mitwirken auf diesem Gebiet gezwungen werden. Die optimale Abstimmung von Software und Hardware könne zu der Steuerung des Stromverbrauchs gezielt eingesetzt werden, um zu gewährleisten, dass stets nur so viel Energie eingesetzt wird, wie auch wirklich benötigt wird.
Außerdem sei durch moderne und effiziente Technologien bereits grundlegend viel zu erreichen. Die Energie-Agentur stützt ihre Argumente und Appelle mit den von ihnen berechneten Einsparmöglichkeiten: Würden alle Geräte mit den besten verfügbaren Technologien und Verfahren entwickelt, könnte bis 2030 der zusätzliche Energieverbrauch um 260 auf 20 Gigawatt und die Kosten auf 130 Milliarden US-Dollar drastisch reduziert werden.

Kategorie: Allgemein
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