Mittwoch, Mai 06th, 2009 | Autor: admin

Die Verbraucher sind mehrheitlich unzufrieden mit den Preisen und der Politik der großen deutschen Energiekonzerne. Das hat eine repräsentative Befragung des Sozial- und Medienforschungsinstituts “TNS Emnid” ergeben.

Im Rahmen der Studie wurden zahlreiche Bürger zu ihrer Meinung bezüglich der Vorgehensweisen der vier Energieriesen RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall befragt. Dabei stellte sich heraus, dass 85 Prozent der Teilnehmer die Preise und Gebühren dieser Unternehmen als zu hoch empfinden. Bei der Frage nach den Investitionen der Marktführer in regenerative Energien vertraten 69 Prozent der Befragten die Meinung, dass diese deutlich zu gering seien. Darüber hinaus sprach sich eine Mehrheit von 77 Prozent gegen eine Beteiligung der deutschen Stromkonzern in osteuropäische Kraftwerkprojekte aus.

Greenpeace fordert Reaktionen

Die Auftraggeber der Studie von “Greenpeace” zogen deutliche Schlüsse aus diesen Ergebnissen. Andree Böhling, seines Zeichens Energieexperte der Umweltschutzorganisation, resümierte in einer Pressemitteilung: “Die Deutschen haben es satt, überzogene Strompreise für dreckigen Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken zu zahlen.” Außerdem seien die Stromkonzerne ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht nachgekommen, obwohl ein verantwortliches Handeln und Investitionen in regenerative Energien” gefragt seien.
Angesichts dieser nun nachgewiesenen Erkenntnisse sei es an der Zeit, politische Konsequenzen zu ziehen. Böhling fordert in diesem Zusammenhang die Gründung einer “Netz AG”, die den Wettbewerb auf dem Strommarkt überwachen und sichern sowie die Macht der großen Stromkonzerne brechen soll. So könnten die Klimaschutzziele und die Marktliberalisierung schneller und effektiver vorangetrieben werden.

Kategorie: Allgemein
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