Das Kartellamt untersucht im Rahmen einer Sektoruntersuchung derzeit die Preisgestaltung auf dem Strommarkt. Hintergrund ist laut “Financial Times Deutschland” ein Manipulationsverdacht gegen deutsche Stromkonzerne.
Demnach stünden insgesamt 60 Energieunternehmen unter dem Verdacht, die Strommengen auf dem Markt künstlich zu verknappen, um die Preise hoch zu halten. Daher müssten diese Konzerne nun durch das Ausfüllen eines umfangreichen Fragebogens die Gestaltung und Entstehung ihrer Strompreise offenlegen. Besonderes Augenmerk richten die Prüfer des Kartellamts hierbei auf die vier Energieriesen RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall.
Die durch die Sektoruntersuchung verschärfte Gangart des Kartellamtes provozierte seitens der Unternehmen zunächst Kritik. Die Untersuchung sie durch “Aktionismus” geprägt und belaste die Unternehmen übermäßig, so ein Sprecher gegenüber der “FTD”. Trotzdem signalisierten die Konzerne die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der Untersuchung werden voraussichtlich erst in einigen Monaten ausgewertet zur Verfügung stehen.
Montag, April 20th, 2009 | Autor: admin
Kategorie: Allgemein
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