Die Kernkraft erlebt zur Zeit eine weltweite Wiederbelebung, während sich die Solarbranche einer handfesten Krise ausgesetzt sieht.
Nach Ansicht der Internationalen Energieagentur IEA sollte die Kernkraft wieder verstärkt global eingesetzt werden. Nur mit Hilfe der CO2-freien Stromerzeugung in Atomkraftwerken seien die G8-Klimaziele von Heiligendamm zu erreichen, so ein Sprecher. Die Angst vor einem Super-GAU und die ungeklärte Frage nach der Endlagerung der toxischen Brennstäbe scheint derzeit gegenüber dem Argument der klimafreundlichen Stromgewinnung wieder in den Hintergrund zu rücken: 42 neue Atommeiler sind weltweit bereits im Bau, viele weitere sind in Planung.
Von dem neuen Trend profitieren auch deutsche Unternehmen wie E.ON, RWE oder Siemens, die aktiv an Kraftwerkprojekten rund um den Globus beteiligt sind. In Deutschland selbst gilt der Atomausstieg zwar nach wie vor – jedoch sehen sich Umweltschützer und Atomkraftgegner wieder stärker unter Druck und haben mehrere Großaktionen angekündigt, um gegen die Renaissance der Kernkraft zu protestieren.
Solarbranche verliert Kraft
Ein Ende des Booms ist unterdessen im Solarsektor zu erkennen – trotz der in Deutschland verstärkten Nachfrage nach alternativen Energien. Der momentane Preisverfall betrage bis zu 20 % und werde einigen Unternehmen das Überleben auf dem internationalen Markt schwer machen, so ein Experte.
Trotzdem sei die Branche nicht existenziell gefährdet – vielmehr werde es eine Auslese geben, aus der die wirtschaftlich gut geführten Unternehmen gestärkt hervorgehen und so eine Zukunft mit sauberer Stromversorgung verwirklichen könnten.
